© Christoph Busse
Sondermann-Preis an Rainald Grebe und Samuel Eschmann Grebe erhält den Hauptpreis für die Aneignung kultureller Phänomene - Eschmann wird mit dem Förderpreis ausgezeichnet für seine Alltagsgrotesken.
Frankfurt/Main. Der Sondermann-Preis für Komische Kunst und Literatur geht 2024 an Rainald Grebe, den vielseitigen Theater- und Liedermacher, sowie an den Satiriker Samuel Eschmann. Die Auszeichnung, vergeben vom Sondermann-Verein zur Förderung der Komischen Kunst, ist mit 5.000 Euro sowie 2.000 Euro dotiert. Die Übergabe findet am 9.11. im Caricatura-Museum Frankfurt statt. Die Jury lobt Grebe: "Rainald Grebe schreibt Texte, die an die deutsche Seele rühren, indem sie deutsche Szenen verrühren. Seine Aneignung von allgemein bekannten Kulturphänomenen - Karl May, Sisi, Brandenburg, Au-tobahnen und vieles mehr - in Liedern und Bühnenstücken haben das, was wir über uns zu wissen glaubten, kräftig gegen den Strich gebürstet. Und das geht nicht wenigen Menschen gegen den Strich. Uns aber gefallen diese formbewussten Frechheiten." Samuel Eschmann erhält den Förderpreis für seine Zeichnungen und Youtube-Videos der Alltagsgrotesken: "Samuel Eschmann ist kein Spötter, sondern ein Spotter. Er erspäht Groteskes, das uns ganz normal erscheint, und setzt es auf eine Art in Szene, dass es uns zu Humoresken wird. Das ist komische Kunst: die Welt mit dem zu befremden, was ihr das Selbstverständlichste scheint."
Links: Rainald Grebe, Samuel Eschmann, Sondermann-Preise
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