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Kabarett Nachrichten Februar 2005

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Gibt's ein Leben über 40?
Nur echt von Thomas Reis

Köln. Erfolgreiche Themen erkennt man daran, daß sie Nachahmer finden. Diese Erfahrung machte kürzlich Thomas Reis. Seit 2003 spielt er sein Erfolgsprogramm "Gibt's ein Leben über 40?", bereits seit letztem Jahr gibt es das Programm auf CD. In Kürze soll allerdings ein Buch erscheinen, das fast denselben Titel trägt, aber nicht von Thomas Reis ist. Vielleicht gibt es dann bald zwei Buchtitel, die mit "Gibt's ein Leben..." beginnen. Aber nur wo Thomas Reis draufsteht, ist auch Thomas Reis drin!
Links: Thomas Reis Bücher und CDs
 
Neuer Kanzler auf dem Nockherberg: André Hartmann
beim Singspiel der Salvator-Probe

München. Am 03.03., beim Singspiel der Salvator-Probe 2005, wird Gerhard Schröder erstmals vom Starnberger André Hartmann gespielt. Der Kabarettist ist ein glänzender Kanzler-Imitator und ist derzeit mit seinem Programm "Schröder fliegt" auf Tournee. Hartmann löst Paul Neuhaus ab, der Schröder seit seiner Premiere 1998 dargestellt hatte. Erstmalig dabei ist die Kanzler-Gattin Doris Schröder-Köpf. Sie wird dargestellt von Simone Solga. Rahmenhandlung des traditionellen Singspiels mit den Politiker-Doubles ist ein Krimi – mit einem Toten: Der Haushalt musste dran glauben und alle suchen hektisch nach dem Schuldigen. Vor dem Singspiel steht die Fastenpredigt von Bruder Barnabas, gespielt von Bruno Jonas. Er hat mit seiner Rede noch ein Problem: "Es drängen sich so viele Personen und Themen auf. Die Schwierigkeit ist es, mit der gebotenen Kürze zurechtzukommen."
Links: André Hartmann Bücher und CDs, Simone Solga Bücher und CDs, Bruno Jonas Bücher und CDs, Salvator-Probe (Paulaner.de)
 
Änderungen bei Kabarett-Agenturen
Neue Agentur Xango Cult - Kulturagenten umgezogen

Bochum/Mainz. Die Agentur Dacapo hat Teile des Gastspielbüros ausgelagert und dem langjährigen Mitarbeiter Marco Ortu exklusiv übertragen. Kontaktperson für Frank Goosen, Jochen Malmsheimer und Olinka Orphea & Band ist ab sofort Marco Ortu und die neu gegründete Agentur „Xango Cult“. Die Agentur Dacapo betreut weiterhin Ursus & Nadeschkin.
Die Agentur Kulturagenten ist Ende letzten Jahres umgezogen. Die Agentur von Heidi Dautenheimer und Christian Hellebrand-Schulz ist in Mainz unter neuer Adresse und neuer Telefonnummer erreichbar.
Links: Agentur Xango Cult, Agentur Dacapo, Agentur Kulturagenten
 
Kabarett-Workshop in Peseckendorf
veranstaltet von der Bundesvereinigung Kabarett e.V.

Bernburg/Peseckendorf. Die Bundesvereinigung Kabarett e.V. wird auch in diesem Frühjahr wieder einen Kabarett-Workshop durchführen. Er findet vom 22.04. - 24.04. in der Jugendbildungsstätte Schloss Peseckendorf in der Nähe von Magdeburg statt. Angeboten werden die Workshops Körpersprache (Leitung: René Bartels), Regie (Gisela Oechelhaeuser), Improvisation (Günter Weißkopf) und Problemfälle im Kabarett (Corinna Wenzel-Schwarz). An den beiden Abenden werden die Kabarettduos Hengstmann & Hengstmann aus Magdeburg und Dietrich & Raab aus Rostock ihre aktuellen Programme präsentieren. Weitere Infos und Anmeldeformulare sind unter www.bundesvereinigung-kabarett.de zu finden. Anmeldeschluß: 28.03.
Links: Dietrich & Raab, Bundesvereinigung Kabarett e.V.
 
Alf Poier bewarb sich für den Grand Prix
Vorentscheidung im ORF knapp verloren

Wien (A). Alf Poier wagte es noch einmal! Am 25.02. trat er gegen vier andere Interpreten an, um Österreich wieder beim Grand Prix d´Eurovision de la Chanson zu vertreten. Der von ihm gesungene Titel hieß "Good Old Europe Is Dying". Er war überzeugt: "Mit diesem Lied werden wir auch in Kiew gewinnen und den Song Contest nach 40 Jahren nach Österreich holen".
Die Entscheidung ist inzwischen gefallen: Alf Poier vertritt Österreich in Kiew nicht. Das übernimmt nun die Band Global Kryner mit ihrem Schunkel-Jodel-Samba-Song "Y Asi".
Links: Alf Poier CD
 
Wien: Ausstellung über Kabarettisten Fritz Grünbaum
im Wiener Theatermuseum - bis 08.05.

Wien (A). Karl Farkas nannte ihn den "kleinen Mann mit den großen Pointen". In den 20er und 30er Jahren war er nicht nur der Großmeister des Wiener Kabaretts, sondern auch Conférencier, Schauspieler, Dichter, Operettenlibrettist, Revueautor und Schlagertexter. Sogar beim Film war er eine zeitlang sehr populär. Er starb 1941 mit 60 Jahren im KZ Dachau. Zum 125. Geburtstag bietet das österreichische Theatermuseum mit der Ausstellung "Grüß mich Gott" eine Erinnerung an den Erfinder der "Doppel-Conférences". Entlang von Stationen seines Lebens und seiner Karriere vermittelt die Präsentation mit Fotos, Plakaten und Hörbeispielen eine Ahnung davon, wie erfolgreich Grünbaum einst gewesen ist.
Links: Österreichisches Theatermuseum
 
Goldene Kamera für Bully Herbig, Hape Kerkeling
Jerry Lewis für sein Lebenswerk geehrt

Berlin. In Berlin wurde die Goldene Kamera vergeben. Sieger in der Kategorie Comedy wurde Michael "Bully" Herbig, der Macher von "(T)Raumschiff Surprise". Hape Kerkeling, ausgezeichnet als bester TV-Entertainer, nahm bereits seine zweite Goldene Kamera entgegen. Ehrengast des Abends war die amerikanische Komikerlegende Jerry Lewis. Der 78-Jährige wurde mit der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk geehrt.
Links: Hape Kerkeling CDs, Videos, DVDs, Fanpage von Bully Herbig
 
Genial daneben - jetzt auch in Austria
unter dem Namen "Absolut genial" - mit deutscher Lizenz

Wien (A). Der österreichische Privatsender ATVplus hat am vergangenen Mittwoch die Comedy-Rateshow "Absolut genial" gestartet. Mit der Lizenz von "Genial daneben", einer Kopie des "Genial daneben"-Studios und sogar mit derselben Regisseurin will man den Erfolg von "Genial daneben" in Österreich wiederholen. Die Fragen stellt Moderator Oliver Huether, zum Stamm-Ratepersonal zählen Dieter Chmelar, Nadja Maleh ("Wochenshow"), Roman Gregory, Helfried alias Christoph Hölbling, Valerie Bolzano sowie Simpl-Kabarettist Michael Mohapp. Als besonderen Gast konnte man in der ersten Folge Hugo Egon Balder begrüßen, in den folgenden Ausgaben werden u.a. Cordula Stratmann, Mini Bydlinski oder Toni Polster erwartet.
 
Wien: Vindobona gerettet?
1 Million für Sanierung versprochen

Wien (A). Die Kabarettbühne Vindobona in Wien-Brigittenau soll ihre veralteten Betriebsanlagen und Sicherheitseinrichtungen sanieren und die Kapazität auf 300 Plätze erweitern. In diesem Punkt sind sich Vindobona-Chef Wolfgang Gratzl und das Kulturamt der Stadt Wien anscheinend einig - die gemeinsamen Planungen laufen bereits seit 1999. Fördergelder wurden von Wiens Kultur-Politikern zuerst öffentlich zugesagt und einige Monate danach wieder storniert. Gratzl hat daraufhin die Zahlung der Fördergelder angemahnt und mit Schließung der Bühne ab Mai 2005 gedroht. Nach öffentlichen Appellen, die Zusage einzuhalten und der Einrichtung einer Online-Petition zur Erhaltung des Vindobona wurden die Fördergelder wieder zugesagt... Sie sollen von der Stadt Wien, vom Bezirk und von der EU kommen und etwa 1 Million Euro betragen.
Links: Vindobona, Online-Petition für das Vindobona
 
Porträt Ars Vitalis
zum 25jährigen Bühnen-Jubiläum

Leverkusen. Seit 25 Jahren begeistern Klaus D. Huber, Peter Wilmanns und Buddy Sacher ihr Publikum mit ihrer "Ars Vitalis", der lebendigen Kunst. Und so sieht das auf der Bühne aus: Drei Herren in abgetragenen grauen Anzügen und strähnig gekämmtem Resthaar jonglieren mit Worten und Tönen, zaubern zarte Melodien aus dem Nichts - und versetzen das von Lachkrämpfen geschüttelte Publikum in einen Zustand aus Faszination und Fassungslosigkeit. Die Kritiker schwelgen in Superlativen wie "genial, zum Schreien komisch und vor allem göttlich musikalisch" (FAZ) oder "Irrsinnig gutes Musiktheater" (Ruhr-Nachrichten). Aber in ihrer "Sinfonie aus Musik, Text, Licht, Mimik und absurder Choreografie" (tz) ist auch Platz für Zwischentöne und philosophische Gedanken: "Wir (müssen) zu allererst lernen, mit unseren Schlappen umzugehen!" - Sagt Drummer Klaus Huber und bearbeitet sein Schlagzeug mit ein Paar Pantoffeln. Die nächsten Auftritte: 20.2. Lahr, 21./22.2. Ingolstadt, 23.2. Augsburg, 24.2. Nürnberg
Links: Ars Vitalis Bücher und CDs
 
Neuss: Theater am Schlachthof feiert 10jähriges
"Kulturzentrum" im Neusser Stadtteil Barbaraviertel

Neuss. Das Theater am Schlachthof feiert eine Dekade als Kulturzentrum. Begonnen hat es mit der "Neusser EIGEN-art", einem Verein zur Förderung der freien Szene - bereits im Jahr 1987. Doch das Fehlen von Probe-, Aufführungs- und Lagerstätten wurde zum Problem. In Zusammenarbeit mit der Stadt wurde eine Lösung gefunden und im August 1994 wurde das Theater am Schlachthof eröffnet. Heute bietet das TaS jährlich über 200 Veranstaltungen und kann zehntausende Zuschauer zufrieden stellen. Seit 2001 verfügt das Theater über einen neuen Saal, der die Enge im Haupthaus beendet hat. Der Spielplan wird immer noch zu über 90 Prozent von den hausinternen Kabarett- und Theaterensembles gestaltet. Dabei reicht die Palette von Kabarett und Comedy über klassisches und modernes, experimentelles Theater bis hin zu Improvisationstheater, Live-Shows und Zauberei. Der Spielplan wird ergänzt durch Gastspiele, vor allem im Kindertheaterbereich und 1997 wurde das Projekt Jugendensemble ins Leben gerufen.
Links: Theater am Schlachthof
 
Nominierungen für die Goldene Rose von Luzern
Festival der TV-Produktionen von 03.05. bis 08.05.

Luzern (CH). Für den Wettbewerb um die Goldene Rose von Luzern der besten TV-Produktionen sind in der Sparte Comedy folgende deutschen Beiträge nominiert: "Die Dreisten Drei" (Sat.1), "Genial daneben" (Sat.1), "Schillerstraße" (Sat.1), "Kalkofes Mattscheibe" (verschiedene Sender) und "Best of Ohne Worte" (RTL). Außerdem im Rennen: "LiebesLeben" von Brainpool TV GmbH in der Kategorie Sitcom und "Verbotene Liebe" (ARD) von Grundy UFA TV (Soap). Und Thomas Gottschalk mit "Wetten daß...?" für die Kategorie "Bester internationaler Showmaster".
Das TV-Festival mit dem Wettbewerb um die Goldene Rose, das in früheren Jahren in Montreux stattfand, wird vom 03.05. bis 08.05. veranstaltet.
Links: Festival Rose d´Or, Luzern
 
Premierenbericht: Mindener Stichlinge
mit ihrem Kabarettprogramm "Schöne Aussicht"

Minden. Die Mindener Stichlinge hatten am 11.02. Premiere mit ihrem Programm "Schöne Aussicht". Die "Neue Westfälische" berichtete, es gab "nicht nur Stammtisch-Parolen, sondern messerscharfe Analysen, scharfsichtige Zukunftsprognosen und beißende Satire... Dreh- und Angelpunkt des Programms sind selbstverständlich wieder die Vorlagen, die die Politik im Laufe des Jahres geliefert hat, von der K-Frage über die Gesundheitsreform, Einzelfälle in der Bundeswehr, der Beitritt der Türkei zur EU und selbstverständlich Hartz IV. Letzteres Thema nehmen die Stichlinge gleich zu Beginn in Angriff und verarbeiten das zu einer ihrer gelungensten Nummern." Das Programm wurde "vom Premierenpublikum begeistert aufgenommen".
Links: Stichlinge
 
Hamburg: Juristischer Streit um Kabarett-Premiere
von Emmi und Herrn Willnowsky im Polittbüro

Hamburg. Am 15.02. fand die Premiere von "Bei Emmy Göring zum Tee" im Polittbüro in Hamburg statt, ein "postnationalsozialistischer Schwank" von Emmi und Herrn Willnowsky alias Christoph Dompke und Christian Willner.
Bis kurz davor war nicht sicher, ob die Premiere stattfinden würde. Nach der Voraufführung am 14.02. hatten Lisa Politt und Partner Gunter Schmidt, die Leiter der Kabarettbühne "Polittbüro", das Stück "auf Grund unüberbrückbarer Differenzen" abgesetzt. "Witze über den Holocaust werden auf unserer Bühne nicht gemacht", erklärte Lisa Politt.
"60 Jahre durfte in Deutschland nicht über Nazis gelacht werden. Jetzt geht das", verteidigte Christoph Dompke das Stück. Dompke und Willner, Regisseur Marcus Lachmann und Autor Mirko Bott hatten daraufhin mit einer einstweiligen Verfügung und Androhung von 250.000 Euro Ordnungsstrafe die Aufführung erzwungen. Politt und Schmidt gaben nach - und taten ihren Unmut über die Entscheidung auf Plakaten und der Webseite des Theaters kund.
Links: Polittbüro, Hamburg
 
Kleinkunstpreis Baden-Württemberg vergeben
an Heini Öxle, JungeJunge! & der Römer, Mannes Sangesmannen und Fojgl

Stuttgart. Der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an den schwäbisch-magischen Kabarettisten Heini Öxle aus Zimmern bei Rottweil, an die Stuttgarter Comedy-Zauberer JungeJunge! & der Römer und die Mundart-a-cappella-Gruppe Mannes Sangesmannen aus Bad Wurzach im Kreis Ravensburg. Sie bekommen je 5000 Euro Siegerprämie. Den Förderpreis mit einem Preisgeld von 2000 Euro erhält die Nachwuchsband Fojgl aus Berglen (Rems-Murr-Kreis). Die Preise werden zu gleichen Teilen vom Land Baden-Württemberg und und der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg finanziert. Die diesjährige Preisverleihung wird am Sonntag, 10.04., im Teatro dell´ Arte des Europa-Parks Rust stattfinden.
Links: Heini Öxle
 
Kabarett-Festival in Aschersleben
Bundesvereinigung Kabarett kehrt Bernburg den Rücken

Aschersleben/Bernburg. Die Bundesvereinigung Kabarett hat sich entschieden, ihr Kabarettfestival in November in Aschersleben statt in Bernburg stattfinden zu lassen. Der Grund sind Meinungsverschiedenheiten mit Bernburgs Stadtverwaltung. In Bernburg will man trotzdem eine "größere Kabarettveranstaltung mit deutschlandweiter Beachtung" stattfinden lassen.
Wenn zwei sich streiten, freuen sich die Dritten - die Kabarettfans haben jetzt hoffentlich im Bernburger Großraum zwei Kabarettfestivals zu erwarten - Aschersleben ist die Nachbarstadt von Bernburg. :-)
Links: Bundesvereinigung Kabarett
 
Michael Altinger - "Ich kann's mit alle..."
Ein Premierenbericht aus der Lach und Schieß-Gesellschaft

München. Am 01.02. hatte Michael Altinger in München Premiere mit seinem Programm "Ich kanns mit alle, aber ab und zu sag ich auch meine Meinung und dann schauns". Das Publikum hat nicht nur geschaut, hat auch sehr gelacht, wird berichtet: Die lachen sich schepps, glucksen und giggeln... Denn Altinger ...siegt locker gegen den Sozialpädagogen in sich und singt, gröhlt, rockt, rappt, grönemeyert, reimt sogar Huber Franz auf Lord of the dance - und wir verzeihen's ihm...
Links: Michael Altinger Bücher und CDs, Lach- und Schießgesellschaft, München
 
Porträt: Gitte, Wencke, Siw
Derzeit auf Tournee durch Deutschland

Berlin/Nürnberg. Gitte Haenning, Wencke Myhre und Siw Malmquist sind wieder auf Tournee - mit einem gemeinsamen Programm "Gitte, Wencke, Siw - die Show" und geballten 150 Jahren Bühnen-Erfahrung. Dabei zeigen sie alle Facetten ihres Könnens von Blues über Chanson, Coverversionen bis Jazz und Soul und enden mit einem Mega-Medley ihrer bekanntesten Schlager. Und das waren nicht nur "Ich will 'nen Cowboy als Mann" (Gitte), "knallrotes Gummiboot" (Wencke) oder "Liebeskummer lohnt sich nicht" (Siw). Mit ihrer Show ernteten sie bisher überall Standing Ovations und dickes Lob von den Kritikern: "Dieser bunte Abend weckt nostalgische Regungen selbst bei jenen, die in den Sechzigern noch schreiend davonliefen" (Berliner Morgenpost). "Schaut uns jetzt an, Freunde, so lange wir leben", rief Siw Malmkvist in der Show dem Publikum zu. Da kann man nur zustimmen!
Links: Gitte Haenning, Siw Malmkvist
 
Koggenzieher für Ehring
...und sein Programm Anchorman – ein Nachrichtensprecher sieht rot

Rostock. Der Düsseldorfer Kabarettist Christian Ehring erhielt am Samstag, 29.01.05 in der Rostocker Bühne 602 den mit 3 x 602,00 Euro dotierten „Goldenen Koggenzieher“ für sein Programm "Anchorman – ein Nachrichtensprecher sieht rot". Die Final-Jury würdigte das genaue Spiel, die Viefalt der Ausdrucksmittel sowie Ehrings Bühnenfigur eines entlassenen Nachrichtensprechers, durch die er komplizierte Sachverhalte amüsant und tiefgründig vermitteln könne. Ehring erhielt auch die Mehrheit der Publikumsstimmen. Das Berliner Duo "Sybille und der kleine Wahnsinnige" gewann den "Silbernen Koggenzieher". Der Koggenzieher in Bronze ging an den Paderborner Fabian Lau. Am Sonntag ging das 5-tägige Festival mit dem ausverkauften Solo-Programm des Gewinners Christian Ehring zu Ende.
Links: Christian Ehring Bücher und CDs, Sybille und der kleine Wahnsinnige, Fabian Lau, Bühne 602, Rostock
 
Claus von Wagner "Der Rest ist Schweigen ... Eine Zwischenbilanz"
Rezension zu einem Kölner Auftritt

Köln. Ende Januar trat Claus von Wagner im Theater 509 im Bürgerhaus Stollwerck auf. Zu seinem Kabarettprogramm "Der Rest ist Schweigen ... Eine Zwischenbilanz" kommentierte www.dieregina.de: In "Der Rest ist Schweigen" mischt Claus von Wagner so geschickt politisches Kabarett mit Hamlet-Anleihen und der Rahmenhandlung einer fiktiven WG, dass man nur staunen kann. Er ist thematisch up-to-date, sehr intelligent, pointiert und schauspielerisch beeindruckend. Dabei bringt er die Erfahrungen der eigenen Jugend ins Programm ein und - hey - hier kommt jemand, der noch jünger ist als die erfolgreichen Generation-Golf-Typen Illies, Jochimsen und Co. und der hat uns tatsächlich etwas zu erzählen. Der Rest ist halt Schweigen. Lesen Sie die komplette Rezension bei www.dieregina.de, Rubrik "Bühne".
Links: Claus von Wagner Bücher und CDs, dieregina.de - Rezensionen zu Kabarett, Kino, Köln...
 
Nominierungen für den Grimme-Preise
Marl. Die für den Grimmepreis nominierten Kabarett- und Comedy-Sendungen sind
in der Kategorie "Fiktion und Unterhaltung": Pastewka in Russland, Die Kurt Krömer Show, Schillerstraße, Happy Birthday, Hape! und Dittsche - Das wirklich wahre Leben. Für das Wettbewerbskontingent "Spezial" ist nominiert: Christoph Maria Herbst für seine überzeugende komödiantische Leistung als Schauspieler und Parodist, sowie für sein Improvisationstalent.
Links: Grimme Institut, Marl