 |
Philipp Webers "Sechser im Lotto" Ein Philipp Weber-Porträt im Schwäbischen Tagblatt.
Tübingen. Philipp Weber schilderte dem Schwäbischen Tagblatt, wie er zum Kabarett kam und was Kabarett-Preise für ihn bedeuten: "'Ja, der Kabarett-Oskar fürs Zwangsensemble, das ist schon super', kommentiert Weber, aber 'nach ’ner Zeit relativiert sich das mit den Preisen. Für einen Kabarettisten geht es mehr ums Publikum.' Er hat gut reden, denn die Preise die er mittlerweile solo und mit seiner Gruppe erhalten hat, würden den Platz sprengen. Und nun: Der deutsche Kleinkunstpreis, verleihen in Mainz, aus der Hand Dieter Nuhrs. Besser geht’s nimmer." Und wie kam er zum "Zwangsensemble"? Philipp Weber beschreibt es als seinen "Sechser im Lotto". Das Schwäbische Tagblatt dazu: "Eine junge Agentur bietet ihm einen Dreijahresvertrag und will aus ihm und zwei anderen deutschen Jungkabarettisten eine Formation gründen. Klingt nach Boygroup, und etwas verzwungen. Also nennen sie sich 'Erstes Deutsches Zwangsensemble'. Aber die Chemie stimmt zwischen Matthias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber, es funktioniert, und wie! Seit fünf Jahren feiern sie einen Erfolg nach dem anderen und auch den drei Solokarrieren hat die Ensembletätigkeit gut getan. Die Gage muss man zwar dritteln – 'das ist jetzt auch das Blöde am Kleinkunstpreisgeld' – aber immer nur als einsamer Wolf durch die Gegend zu reisen mache ja keinen Spaß, sagt Weber, das freiwillige Lust-Zwangsensemble sei Spaß, Erholung, Freundschaft, einfach wunderbar. Wahrscheinlich überträgt sich das ins Programm, denn dem Zwangsensemble wurde nun bei der Preisverleihung 'ungebremste Spielfreude, entwaffnender Witz und zielgerichtete Provokation' bescheinigt. Wo alle Welt die Wende zum ersten schwarzen US-Präsidenten bejubelt, kommentiert Weber trocken: 'Wenn es einen Scheiß-Job zu machen gibt, muss der Neger ran.' Und wo alle Kabarettisten das Thema Islamismus lieber meiden, haben sie eine Selbstmordattentäter-Nummer in ihrem Programm – die eben nicht geschmacklos ist. Das muss man können..."
Links: Philipp Weber , Das vollständige Philipp Weber-Porträt im Schwäbischen Tagblatt
|
| |  |
Hölderlin-Preis für Kreisler Kabarettist Georg Kreisler wird am 06.06. im Namen Hölderlins geehrt.
Bad Homburg. Georg Kreisler erhält den Friedrich Hölderlin-Preis 2010 der Stadt Bad Homburg für sein Lebenswerk. Die Jury begründete: "Mit Liedern, Gedichten und Stücken, erzählenden und autobiographischen Schriften hat er, der ein Vertriebener war und sich selbst einen Heimatlosen nennt, im freundlichen Asyl der Künste Refugien gesucht und gefunden. Seit Jahrzehnten bestechen sein wissender Spott, sein scharfer Blick auf die Zeit, sein satirisches Vermögen, sein melancholischer Esprit. Ihn im Namen Hölderlins auszuzeichnen, heißt, mit dem Wechsel der Töne auch dem dauerhaft poetischen Rang seines Werkes Reverenz zu erweisen.“ Die Auszeichnung wird jährlich gemeinsam mit der Stiftung Cläre Jannsen als Literaturpreis für hervorragende Leistungen vergeben. Am Tag der Preisverleihung, die in diesem Jahr zum ersten Mal nicht an Hölderlins Todestag, dem 07.06., stattfindet, sondern schon am Tag zuvor, einem Sonntag, hält die österreichische Autorin Eva Menasse Kreisler die Laudatio. Kreisler erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.
Links: Georg Kreisler , Info der Stadt Homburg zum Hölderlin-Preis 2010
|
| |  |
TBC-Mitglied schrieb neuen Krimi Der neue Krimi "Blutfeuer" von Helmut Vorndran erscheint Ende März
Coburg. Die Neue Presse Coburg berichtete: "Regional-Krimis liest er nicht. Er schreibt sie bloß. Und das mit durchschlagendem Erfolg: 13.000 Mal hat sich Helmut Vorndrans Debüt-Roman 'Alabastergrab' schon verkauft - damit ist er, ein Jahr nach seinem Erscheinen, der erfolgreichste Frankenkrimi aller Zeiten... Ende März erscheint "Blutfeuer", das zweite Buch des Kabarettisten, Schriftstellers und Bootsverleihers aus Rattelsdorf. Startauflage: 10 000 Exemplare." Aus der Rezension der Neuen Presse Coburg: "Senioren werden heimtückisch ermordet, Sportskanonen versterben unter unappetitlichen Begleitumständen - und Hauptkommissar Haderlein steht vor einem Rätsel. 400 kurzweilige Seiten lang dürfen Krimi-Freunde ab kommendem Montag miträtseln, mitschmunzeln und - gar nicht so selten - mitgruseln. Denn in seinem zweiten Werk lässt der Kabarettist und Krimiautor nicht nur seine süffisante Fabulierlust von der Leine, sondern auch seinen Hang zu apokalyptischer Action. Wer sich ins 'Blutfeuer' begibt, sollte mit einem ausgeprägten Sinn für skurrilen, tiefschwarzen Humor ausgestattet sein. Denn der Öko-Thriller eskaliert zum satirisch-sarkastischen Action-Krimi, der von der Provinz-Posse bis zur Splatter-Orgie so ziemlich alle Register zieht - ein B-Movie zum Lesen, sozusagen. Wer sich von den originellen Entleibungstechniken und aberwitzigen Katastrophenszenarien nicht abschrecken lässt, der kann seinen Spaß haben an der raffiniert gebauten Geschichte und der filmreifen Montagetechnik, mit der Vorndran zwischen den Handlungssträngen wechselt... Wie gehabt, geizt Vorndran nicht mit dick aufgetragenem Lokalkolorit und ironischen Anspielungen. Welche Rolle der erleuchtete Esotherik-Guru und Basketball-Sponsor Daniel Brosst - milliardenschwerer Spross einer oberfränkischen Flugzeugbauzulieferer-Dynastie - spielt, wird hier natürlich nicht verraten."
Links: Buch Helmut Vorndran - "Blutfeuer", Homepage von Helmut Vorndran
|
| |  |
Neue TV-Show mit Vince Ebert Wissensshow "Wissenswerk" - sonntags um 22:30 Uhr bei "EinsPlus".
Baden-Baden. Seit dem 07.03. präsentiert EinsPlus sonntags um 22.30 Uhr eine neue wöchentliche Wissensshow mit Vince Ebert und Kathy Weber: "Wissenswerk"! Die neue Sendung soll frech, temporeich, kontrovers sein und Comedy mit dem Thema Alltagswissen verbinden. Moderiert wird die 30-minütige Sendung von dem Kabarettisten und Physiker Vince Ebert und von Kathy Weber. Die beiden präsentieren Kurioses und Faszinierendes aus Natur und Umwelt und gehen auch alltäglichen Dingen auf den Grund. Dabei vertreten sie häufig kontroverse Standpunkte und liefern sich einen regen argumentativen Schlagabtausch. Hält die Energiesparlampe wirklich, was sie verspricht? Was ist mit den negativen Seiten der Windenergie? Stimmt es, dass der Schlaf vor Mitternacht der wertvollste ist? Vor Publikum, das sich an der Debatte beteiligen kann, diskutieren und experimentieren Vince Ebert und Kathy Weber in einer ehemaligen Fabrikhalle. Vince Ebert über "Wissenswerk": "Das Spannende an der Sendung ist, dass wir immer wieder auch politisch 'unkorrekte' Themen wie z. B. Gentechnik oder Kernenergie angehen und die üblichen Vorbehalte und Argumente kritisch hinterfragen. Ohne Ideologie – aber dafür mit viel Witz." Die nächste Sendung ist am Sonntag, 28. März 2010, 22.30 Uhr
Links: Vince Ebert , Wissenswerk-Show bei EinsPlus
|
| |  |
Kabarett - Musterkritik Eine Premierenkritik zu Funzi Nagels neuem Programm "Ausgeschieden". (Zur freien Weiterverwendung - von fm4.orf.at)
Wien (A). Wer kennt das nicht: Man hat nur noch wenige Stunden Zeit, um eine Kabarett-Kritik fertigzustellen, findet aber ums Verrecken keine passenden Formulierungen für die Beschreibung der Vorstellung. Diesem Malheur möchte ich nun endlich Abhilfe schaffen. Mit der ersten und einzigen KABARETT - MUSTERKRITIK hat das Grübeln endlich ein Ende. Sie müssen nur noch den Namen des Kabarettisten, den Titel des Programms und den Ort der Vorstellung ersetzen und haben einen fertigen Artikel. Bei einer abweichenden Zeichen-Vorgabe können Sie nach Belieben Sätze streichen oder zum kostenlosen Starterkit gebrauchsfertige Zusatzmodule anfordern. Im Falle einer weniger hymnischen Rezension können sie auch ein Negativ-Monatsabo ordern, bestehend aus je zehn voranzustellenden nicht und kein. Premierenkritik Funzi Nagel – "Ausgeschieden" In seinem neuen Programm ‚Ausgeschieden‘, das gestern im restlos ausverkauften Kabarett Niedermair Premiere hatte, holte der Querdenker Funzi Nagel zu einem gnadenlosen Rundumschlag aus. Gewohnt famos jonglierte der wortgewandte Brachialhumorist und scharfzüngige Anarcho-Satiriker zwischen schwarzem, abgründigen Humor an der Grenze des guten Geschmacks und nur knapp oberhalb der Gürtellinie, purem Nonsens und bitterböser Sozialkritik, die dem begeisterten Auditorium immer wieder einen Spiegel vorhielt. Da blieb dem einen oder anderen auch mal das Lachen im Halse stecken. Mit einer messerscharfen Bestandsaufnahme des Zeitgeistes rechnete der Meister des Absurden geistreich und auf höchstem Niveau mit Politik und Wirtschaft ab und ließ seine respektlose Befindlichkeitsanalyse gegen Ende des ersten Teils mit satirischer Brillanz in einem wahren Pointenfeuerwerk gipfeln, das bis tief in die Untiefen der Republik vordrang und nicht für zarte Gemüter bestimmt war. Zur Pause waren sich die Premierengäste in ihrer Conclusio einig, dass, überspitzt formuliert, die Politiker das eigentliche Kabarett machen... Lesen Sie mehr - siehe Link!
Links: Kabarett-Musterkritik von fm4.orf.at
|
| |  |
25 Jahre Mehringhoftheater Das Mehringhoftheater feiert vom 6. bis 17. April mit einem Jubiläums-Programm.
Berlin. Vom 06.04 bis zum 17.04 feiert das Berliner Mehringhoftheater seinen 25. Geburtstag. Fünf mal pro Woche wird "25 Jahre Mehringhof-Theater" präsentiert, eine große Geburtstags-Show mit Bov Bjerg, Hannes Heesch, Manfred Maurenbrecher und Christoph Jungmann - in seiner Paraderolle als Angela Merkel - und täglich wechselnden Ehrengästen von Reiner Kröhnert (am 06.04.) bis Marc Uwe Kling (am 17.04.). Aus dem Info zur Jubiläums-Show: "Das Jahresendzeitteam blickt auf das letzte Vierteljahrhundert zurück. Wie gewohnt völlig willkürlich in der Auswahl der relevanten Themen: Was den einen der 11. September, war manchem Oberlehrer die Rechtschreibreform. Lehrreich auch für die Jüngeren: DM bedeutete nicht immer 'Direct Message'! 'Facebook' nannte man früher 'Stasi', und der Kontakt war gar nicht freiwillig! Jede Menge Songs, zum Teil sogar mit Bewegungen (Choreographie): Die Öffnung der Mauer wird — er wird von seinem Namen dazu gezwungen — natürlich von Manfred Maurenbrecher besungen. Hannes Heesch singt vom Berliner Sonnenkönig. Aber geradezu manisch verfolgen den Parodisten Männer namens Gerhard: mit Stoltenberg blickt er zurück auf dessen Affairen, mit Schröder auf dessen Memoiren, mit Delling samt Netzer (Günter) auf die WM 2006. Und Angela Merkel? Die verbringt inzwischen mehr Tage im Mehringhoftheater als im Kanzleramt."
Links: Rückblick 25 Jahre Mehringhoftheater, Mehringhoftheater
|
| |  |
25. Dortmunder SommerKabarett 25. SommerKabarett "RuhrHOCHDeutsch" - zum Jubiläum im Spiegelzelt am U-Turm von Juli bis Oktober.
Dortmund. "Kabarett vom Feinsten, bissig, witzig, satirisch und literarisch – allesamt aus dem Ruhrgebiet" - das ist das Motto des 25. SommerKabarett "RuhrHOCHDeutsch". Aus dem veranstaltungs-Info: "RuhrHochDeutsch präsentiert 'lang und fettich' Musik, Kabarett, Comedy, die dieser Weltsprache mächtig sind. Wir garantieren: Sie werden alles verstehen! Im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010. ist dieser Fokus auf das Ruhrgebiets-Kabarett Auftakt für das Projekt RuhrHochDeutsch, mit dem wir der Weltöffentlichkeit beweisen werden, dass das Ruhrhochdeutsch (gesprochen von Menschen aus 160 Nationen) tatsächlich den Rang einer Weltsprache hat. Antreten zum Beweis werden Künstler aller 'Schattierungen', Sprachwissenschaftler, Ethnologen und wer sonst noch was Schlaues zu sagen hat. Und wenn sich das jetzt alles nach einem großen Spaß anhört: Wir meinen es verdammt ernst! Veranstaltet wird das Projekt 'RuhrHochDeutsch' gemeinsam vom Kulturbüro der Stadt Dortmund und dem Theater Fletch Bizzel. Das SommerKabarett "RuhrHOCHDeutsch" ist eine der größten Veranstaltungsreihen im Kulturhauptstadt-Jahr. Die Veranstaltungsreihe beginnt mit Frank Goosen am 01.07. und endet mit Wilfried Schmickler am 02.10. Sie findet statt im Spiegelzelt am U-Turm - Ecke Brinkhoffstraße / Rheinische Straße.
Links: 25. SommerKabarett-Festival "RuhrHOCHDeutsch", Theater Fletch Bizzel, Tickets für RuhrHOCHDeutsch
|
| |  |
Vitasek: Das Unangenehme gleich am Anfang Premierenbericht: Andreas Vitasek mit "39,2 Grad - Ein Fiebermonolog" am 16.03. im Wiener "Orpheum".
Wien (A). Der "Kurier" berichtete von Vitaseks Premiere: Ein französischer Film brachte ihn auf die Idee, sein Stück "mit dem Ende anzufangen. Was ihn zu dem Gedanken führt, dass es auch im Leben reizvoll sein könne, das Unangenehme (etwa Scheidung, Tod oder alkoholbedingtes Erbrechen) gleich am Anfang hinter sich zu bringen... Was Vitásek im ersten Teil an Pointenreichtum und assoziativem Irrsinn auf die Bühne zaubert, ist ohne Frage virtuos und gönnt den Lachmuskeln des Publikums kaum eine Pause. Hier scheint das gespielte Fieber noch als produktiver Beifahrer zu dienen. Nicht nur Vitásek-Fans werden entzückt sein... Nach der Pause dominiert weniger das fieberhafte Monologisieren, sondern vielmehr szenische Experimente: Ein mit vorgehaltener Taschenlampe im Dunkeln gespielter Einbruch von Jugendlichen in eine Boutique endet gerichtlich ähnlich wie die Schuss-Tragödie im Supermarkt in Krems. Eine Zeitreise ins Jahr 2043 (der "konfuzianische Islamismus" hat gemeinsam mit Google die Weltherrschaft übernommen), gibt Vitásek die Gelegenheit bei seinem eigenen Begräbnis die Grabrede zu halten. Witzig, wie Vitásek über die Errechnung des eigenen Todesjahrs doziert. Man müsse das hochgerechnete Wunsch-Lebensalter nämlich "Index-angepasst" betrachten... Das Ende, das in diesem Fall als Begrüßung daherkommt, hat das Publikum nicht gänzlich überzeugt. Gut, dass Vitásek (zumindest bei der Premiere) drei ausgesprochen starke Zugaben auf Lager hat. Fazit: Mit den einzelnen Nummern liefert Vitásek gewohnt gute Kabarett-Unterhaltung, das Stück lässt aber noch Raum nach oben.
Links: Andreas Vitasek
|
| |  |
Passau hat neues Ensemble Das Scharfrichterhaus hat ein neues Ensemble: Katharina Schwägerl und die Brüder Weindl - Premiere ist Ende März.
Passau. Der Drang zum eigenen Ensemble ist ansteckend - kurz nachdem das Alte Kino in Ebersberg ein eigenes Ensemble wieder auferstehen ließ (wir berichteten), hat nun das Passauer Scharfrichterhaus auch Lust auf ein Ensemble bekommen. Es gibt sogar ein Bindeglied zwischen den beiden Ensembles: Katharina Schwägerl gehört an beiden Orten dazu. In Passau spielt sie mit den Brüdern Andreas und Christian Weindl als die "Kellerkinder", denn "Kabarett kommt eigentlich immer von unten, aus dem Keller", sagt Sepp Meißner, der Regisseur. Die "Kellerkinder" sind das zweite "hauseigene“ Ensemble des Scharfrichterhauses Passau. Sie proben gerade ihr Programm "Moralverkehr", Premiere ist am 30.03. Andreas und Christian Weindl (alias Frank und Bertl) haben die Texte geschrieben, für den die Szenen einrahmenden Song "Triebgesteuert" ist Katharina Schwägerl verantwortlich. Aus der Info zum Stück: Es geht um "Liebe, Sexualität und Moral – Die Dreifaltigkeit menschlichen Zusammenlebens. Frank: 'Wir stellen die Liebe oder besser gesagt das, was unsere Gesellschaft heute unter diesem Begriff zu verstehen geneigt ist, also die heftig-emotionale und wechselseitig-affektive Besetzung des Erotikpartners, als einzig sinnstiftendes Instrumentarium der menschlichen Existenz in Frage, indem wir dieses unglaublich aufgeblähte Monstrum als Illusion, als rein vom Menschen konstruierte ideelle Größe, entlarven und damit dekonstruieren... Ha – Liebe, Liebe! Nicht mit uns! Wir werden aus diesem Spiel aussteigen und zwar mit all den daraus resultierenden Konsequenzen!“ Bertl: "Was der Frank damit eigentlich sagen möchte, ist, dass das alles ein ganz großer Krampf ist!"
|
| |  |
Cornichon 2010 an Hagen Rether Der Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2010 geht an Hagen Rether - die Preisverleihung findet am 27.05. während der Oltner Kabarett-Tage statt.
Olten (CH). Der deutsche Polit-Kabarettist Hagen Rether wird mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2010 ausgezeichnet. Hagen Rether gilt als Moralist des 21. Jahrhunderts, der sich den unbequemen Wahrheiten verpflichtet fühlt. Mit messerscharfem Verstand, Sprachmacht und Fabulierlust demontiert er die Mechanismen unseres Gesellschafts-systems. Verliehen wird das Cornichon anlässlich der 23. Oltner Kabarett-Tage 2010, die vom 26.05. bis 29.05. sowie 03.06. bis 06.06. stattfinden. Hagen Rether gehört mit seinen 40 Jahren bereits zur Spitzenklasse des deutschsprachigen Kabaretts. Er ist ein Chronist der Missstände unserer Zeit, ein Aufklärer, der antritt gegen Heuchelei, Angstmacherei, Ungerechtigkeit und Verdummung. Unerbittlich ist sein Blick auf alles, was verkehrt läuft, bitterböse seine Kommentare dazu. Eine besonders grosse Portion Häme bekommen der Papst und die katholische Kirche ab, unverkennbar Hagen Rethers Lieblingsfeinde. Von seinem seit Jahren konstanten Programm-Titel "Liebe" darf man sich nicht beirren lassen. Gefühlsselig kommen höchstens ein paar sanfte Pianoklänge daher. In seinen Texten erweist sich Hagen Rether dagegen als gnadenloser Beobachter, der sich mit allem beschäftigt ausser mit politischer Korrektheit und in aller Seelenruhe und höchst charmant "Sätze wie Gewehrkugeln" schmiedet, wie die Süddeutsche Zeitung Rethers Erfolgsrezept beschreibt. Mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon wird jedes Jahr anlässlich der Oltner Kabarett-Tage ein Kabarettist oder eine Kabarettistin geehrt, der oder die sich durch einen eigenen Stil, gepaart mit Können und Ausstrahlung, auszeichnet.
Links: Hagen Rether
|
| |  |
Grimme-Preise für Müller & Welke Adolf-Grimme-Preise gehen an Ina Müller ("Inas Nacht") und Oliver Welke ("heute show").
Marl. Die Preisträger des 46. Grimme-Preises stehen fest. In der Kategorie "Unterhaltung" wurden u.a. Ina Müller für "Inas Nacht" (ARD/NDR) und Oliver Welke für die "heute show" (ZDF) ausgezeichnet. Die Jury begründete: "'Inas Nacht' ist ein überraschendes Format. Es braucht nicht mehr als eine Hafenkneipe, (in der nur) ein Dutzend Leute Platz finden, einen Shanty-Chor, eine kleine Band, den ein oder anderen mutigen Gast und eine Gastgeberin, die 'Singen, Sabbeln und Saufen' kann (Selbstbeschreibung). Prominente, die zu 'Inas Nacht' kommen, müssen sich auf einiges gefasst machen. Darauf, Singen und Tanzen zu müssen... ein Bier nach dem anderen zu kippen und in ein Gespräch verwickelt zu werden, in dessen Verlauf das offizielle Promi-Image zur Makulatur wird... Mit ihrer Sendung zeigt Ina Müller, dass gekonnte Unterhaltung – Menschen eine schöne, unbeschwerte Zeit zu geben – weder eine Showtreppe braucht noch eine aufwendige Lichtregie. Mit dem einfachen Konzept, mit den Gästen etwas erleben zu wollen, stellt sie aufwendige Primetime-Shows in den Schatten und zeigt, worauf es bei Fernsehunterhaltung ankommt: Persönlichkeit. Hier auch auf das Risiko hin, am Ende wie vom Sturm zerzaust dazustehen." "Wirklich Neues aus der Anstalt. Lustiges, Listiges, Lärmendes vom Lerchenberg – das war tatsächlich eine Überraschung des vergangenen Fernsehjahres. Und für die Anstalt, das ZDF, war es sicher auch eine Mutprobe... Anders gesagt: Diese 'heute-show' ist ein entschlossenes System. Sie wagt statt nur abzuwägen. Sie beschleunigt weit in den roten Bereich, ohne es sich im wohnlichen Satiresessel bequem zu machen... Mit diesem Grimme-Preis würdigt die Jury auch die programmatische Entscheidung, die 'heute-show' inzwischen wöchentlich auszustrahlen. Die beschleunigte Frequenz entspricht Tempo und Timing der Sendung. Und Themen finden sich ohnehin genug – oder mangelt es etwa an Nachrichten?"
Links: Ina Müller , Oliver Welke, Grimme-Institut, Inas Nacht, heute show
|
| |  |
Neue Hermanns-Show im NDR ...die "Thomas und Helga Show" - "Comedy-Falle" mit neuen Folgen im April.
Hamburg. Thomas Hermanns ("Quatsch Comedy Club") zeigt im NDR-Fernsehen ein neues Comedy-Format: "Die Thomas und Helga Show". Seine Partnerin ist die Comedy-Neuentdeckung Helga Raspel, wie der NDR mitteilte. Der NDR zeigt zunächst sechs Folgen der neuen Show. Die ersten drei davon werden zwischen dem 13.03 und dem 27.03 zu sehen sein. Die restlichen drei werde dann in loser Folge im April und Mai gesendet. Handlungsort der "Thomas und Helga Show" soll eine fiktive Aufzugsfabrik sein. Dort können plötzlich Künstler vom Himmel fallen und der Moderator kann von Stargästen spontan zum Tanz aufgefordert werden. Insgesamt soll es eine wilde Mixtur mit Sitcom-, Musik-, Talk- und Spielelementen werden. Helga Raspel übernimmt dabei die Rolle der Chefsekretärin von Fabrik-Chef Hermanns. Als erste Gäste wurden Barbara Schöneberger, Kim Fisher und Roger Cicero angekündigt. Die "Comedy-Falle" mit Kai Pflaume kommt wieder - mit drei neuen Folgen. Die erste wird am 09.04. gezeigt. In den neuen Folgen ist natürlich wieder Altmeister Dieter Hallervorden mit dabei. Auch Janine Kunze, Bürger Lars Dietrich und Anja Kling werden auftreten.
Links: Die Thomas und Helga Show
|
| |  |
Nockherberg "kein freies Kabarett" Till Hofmann zum Nockherberg - Strauß-Darsteller Helmut Schleich: Rücktritt "skandalös" - BR kürzt Wiederholung - Weitere Meinungen pro Lerchenberg von der SPD und von Dieter Hildebrandt.
München. Till Hofmann, Chef der Lach- und Schießgesellschaft und des Lustspielhauses, kommentierte das Geschehen um den Nockherberg in der Münchner "tz". Auf die Frage "Hat Michael Lerchenberg hier eine kabarettistische Grenze überschritten?" sagte er: "Ich finde eher, dass Guido Westerwelle Hartz-IV-Empfänger stigmatisiert hat und durch seine ernsthaften Forderungen, diese Menschen mit Zwangsarbeit (erst einmal Schneeschaufeln) auszustatten, NS-Forderungen formuliert. Dass Michael Lerchenberg das mit satirischen Mitteln überhöht hat, ist eine legitime Kunstform der Satire." Er empfand die Rede nicht als zu scharf, schränkte aber ein: "Das ist ja eine Auftragsarbeit und offenbar kein freies Kabarett. Wenn die (Anm.: Veranstalter) unzufrieden sind, ist es ihr gutes Recht, den Fastenprediger zu wechseln." Diese Einschränkung gäbe es im Kabarett normal nicht, da "kann man alles formulieren – und wenn die Kabarettisten reaktionäre Figuren spielen, sind auch reaktionäre Aussagen legitim. Sonst wär’s ja ein Krampf.". Helmut Schleich, der Strauß-Darsteller im Singspiel, sagte dem Münchner Merkur: "Es ist skandalös, dass man da gehen muss." Mit der Entschuldigung hätte es getan sein müssen. Viele, die sich jetzt über den KZ-Vergleich aufregen, hält er für "Trittbrettfahrer". Der BR hat die Wiederholung der Nockherberg-Sendung um 30 Minuten gekürzt. Die umstrittenen Stellen wären laut BR auch ohne die Zeitüberschreitung gekürzt worden. Die ungekürzte Version ist noch bei Youtube zu sehen. Der Münchner SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann meinte, der eigentliche Ärger müsse sich gegen Westerwelle richten, der mit seiner Hartz-IV-Kritik auf rechtspopulistische Weise hunderttausende Arbeitslose beschimpft habe. "Es ist nicht in Ordnung, wenn Kabarettisten, die auf diesen Skandal hinweisen, zum Schluss die Dummen sind". Dieter Hildebrandt kommentierte: "Der liberale Westerwelle beschwert sich bei der Brauerei, dass sie keine Zensur ausgeübt hat. Das ist ja toll! Aber es passt zu ihm".
Links: Helmut Schleich , Dieter Hildebrandt , Till Hofmann-Interview, BR kürzt Nockherberg-Wiederholung, Helmut Schleich zum Lerchenberg-Rücktritt, Stellungnahme des Münchner SPD-Chefs Pfaffmann, Stellungnahme Dieter Hildebrandt, Die ungekürzte Fastenpredigt - nur noch bei Youtube
|
| |  |
Newcomer aus Kabarett und Comedy gesucht! Newcomer für den Jugend kulturell Förderpreis 2010 "Kabarett & Co" gesucht! Sowie weitere Wettbewerbe mit Einsendeschluß bis Ende Mai.
Hamburg, München, Reinheim, Euskirchen, Melsungen, St. Ingbert. Im Rahmen ihres langjährigen Kulturengagements "Jugend kulturell" sucht die HypoVereinsbank ab sofort bundesweit Newcomer aus den Bereichen Kabarett und Comedy. Interessenten im Alter von 18 bis 36 Jahren können sich für eine Teilnahme am Jugend kulturell Förderpreis 2010 bewerben, der bereits zum vierten Mal in der Sparte Kabarett vergeben wird. Der Wettbewerb ist insgesamt mit 20.000 Euro dotiert. Aus allen Bewerbern wählt eine Expertenjury - u.a. mit Ulrich Waller - 16 Darsteller und Darstellerinnen für die Teilnahme an vier öffentlichen Vorentscheidungen aus. Die vier verbleibenden der insgesamt 20 Vorentscheidungsplätze werden erstmals in einem Online-Voting-Verfahren vergeben. Sechs Teilnehmer können sich schließlich für das Finale qualifizieren, das im November in Hamburg stattfinden wird. Die Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen stehen im Internet auf www.jugend-kulturell.de zum Download bereit. Einsendeschluss ist der 15.05.2010. Weitere Wettbewerbe mit Einsendeschluß bis Ende Mai - Bewerbungen bitte einsenden bis / für: 15.03.: Förderpreis Goldene Weißwurscht 15.04.: Reinheimer Satirelöwe 30.04.: Euskirchener Kleinkunstpreis 30.04.: Scharfe Barte 30.04.: St. Ingberter Pfanne.
Links: Jugend kulturell Förderpreis, Förderpreis Goldene Weißwurscht, Reinheimer Satirelöwe, Euskirchener Kleinkunstpreis, St. Ingberter Pfanne
|
| |  |
Priols Premiere: "Lustbetontes Kabarett" Ein Premierenbericht des Aschaffenburger "Main-Echo" zu Priols Programm "Wie im Film".
Aschaffenburg. Am 01.03. war die Premiere von Urban Priols Programm "Wie im Film". Das Main-Echo berichtete: "Kabarett versteht Priol nicht als blankes Genöhle, seine... bitterbösen Analysen gründen auf der gründlichen Recherche... Die wahre Kunst des Kabaretts... besteht darin, politisches (Nicht-)Handeln nicht nur zu karikieren/kritisieren, sondern auf der Grundlage früherer Verhaltensweisen als widersprüchlich - nein: als verlogen - zu entlarven. Da ist Priol eben so topp wie in seinen Formulierungskünsten ... Und dass er... den alltäglichen Wahnsinn deklamiert statt mit hessischem Tempo und fränkischer Härte auszuspeien, deutet ebenfalls an, wie sehr Priol das Erbe des großen deutschen Polit-Kabaretts am Herzen liegt. Um so stärker fällt da aber auf, dass es das zeitgenössische Kabarett gegenüber seinen Ahnen deutlich schwerer hat. Wenn Priol Strauß und Kohl und Schröder (Gerhard) imitiert, wenn er über Westerwelle und Merkel wütet, dann natürlich, weil diese Politiker Angriffsflächen bieten. Kaum ein Wort (fiel) gegen die Röslers und Schröders (Kristina), Ramsauers und Aigners dieser Welt: gesichtslos die einen, nichtssagend die anderen. Sie - und nicht ein Westerwelle - sind die wahren Rationalisierer, die "uns Kabarettisten überflüssig machen"... So lange Urban Priol derart lustbetont kabarettisiert, soll es uns recht sein. Und ganz nebenbei ist es eine beruhigende Erkenntnis, dass die alltägliche politische Dummheit zumeist nicht einmal die Rede wert ist."
Links: Urban Priol , Premierenbericht des Main-Echo, Urban Priol im Gespräch mit dem Main-Echo über das neue Programm
|
| |  |
Schramm - "Reif und bekloppt"! Der Prix Pantheon 2010 geht an den Kabarettisten Georg Schramm in der Sparte Sonderpreis der Jury mit dem Titel “Reif und Bekloppt”.
Bonn. Georg Schramm erhält den Prix Pantheon 2010 in der Sparte Sonderpreis der Jury “Reif und Bekloppt”, dotiert mit 4000 Euro. Aus der Begründung der Jury: "Diesen Preis verleihen wir Persönlichkeiten, denen wir unseren Respekt dafür zollen, dass sie seit langen Jahren sich selbst und ihrer Kunst treu geblieben sind: Zornig und wortgewaltig ist Georg Schramm mittlerweile der große Moralist und Humanist des aktuellen deutschen Kabaretts. Jeder seiner Auftritte gerät zu einer wütenden Abrechnung "mit den Hampelmännern, die uns Politik vorspielen dürfen", und lässt in uns die Hoffnung keimen, dass politisches Kabarett tatsächlich etwas bewirken möge! ... In seinem 60sten Lebensjahr hat er keineswegs an Kraft verloren. Im Gegenteil. Indem er all seinen Figuren in den letzten Jahren auch noch den Zweifel, die Angst vor dem eigenen Scheitern mitgegeben hat, hat auch er selbst eher noch an Überzeugungskraft gewonnen. Reif ist er also schon lange. Und nicht erst seit er dem breiten Fernsehpublikum "Neues aus der Anstalt" übermittelt, ist er auch bekloppt genug, weiterhin auf der Bühne jeden Abend aufs Neue an der Verkommenheit unserer Politik lustvoll zu verzweifeln und uns alle daran teilhaben zu lassen. Dafür ehrt ihn die Jury mit dem Ehrenpreis des Prix Pantheon 2010 "reif & bekloppt"!" Die Preisverleihung an Georg Schramm erfolgt im Rahmen einer großen Prix Pantheon-Gala am 15.06. im Brückenforum Bonn.
Links: Georg Schramm , Prix Pantheon für Schramm - Begründung der Jury
|
| |  |
Festivals im März Frauenkabarett-Tage, Kabarett Tage Ingolstadt, Schwerter Kleinkunstwochen, Augsburger Kabaretttage, Internationales Kleinkunstfestival Regensburg, Kabarettfrühling Wiener Neustadt, Kabarettfest Hamburg, Appenzeller Kabarett-Tage.
Nürnberg, Ingolstadt, Schwerte, Augsburg, Regensburg, Wiener Neustadt(A), Hamburg, Appenzell (CH). 16.01. - 10.04.: Frauenkabarett-Tage im Loni-Übler-Haus Nürnberg 28.01. - 27.04.: 26. Kabarett Tage in Ingolstadt 29.01. - 06.03.: 50. Schwerter Kleinkunstwochen 18.02. - 28.03.: Augsburger Kabarett Tage 06.03. - 09.04.: 15. Internationales Kleinkunstfestival United Comedy 10.03. - 27.05.: 13. Kleinkunstfestival "Kabarettfrühling" (Wiener Neustadt) 15.03. - 03.04.: 16. Hamburger Kabarettfest 25.03. - 27.03.: 11. Appenzeller Kabarett-Tage
Links: Frauenkabarett-Tage Nürnberg, Kabarett Tage Ingolstadt, Schwerter Kleinkunstwochen, Augsburger Kabarett Tage, Internationales Kleinkunstfestival United Comedy, Kabarettfrühling, Hamburger Kabarettfest, Appenzeller Kabarett-Tage
|
| |
|
|