Kabarett-News.de Neues aus Kabarett, Comedy, Humor & Satire
Kabarett Nachrichten April 2010

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Sebastian 23 Der Prix Pantheon 2010 geht an...
...Sebastian 23, Sebastian Pufpaff und Georg Schramm.

Bonn. Die Preisträger des Prix Pantheon 2010 stehen fest: Der Preis ging in der Kategorie "Frühreif und Verdorben" -Jurypreis- an den 1979 in Bochum geborenen Poeten, Musiker und Wortakrobaten Sebastian 23. In der Laudatio der Jury zu Sebastian 23 heißt es u.a.: "Sebastian 23 absolviert an die 250 Auftritte im Jahr und macht sich dabei philosophische Gedanken darüber, wie alles wäre, wenn es einfach wäre oder warum er eigentlich immer lügt. Der Drang in die Tiefe des menschlichen Seins liegt ihm also im Blut, und das spürt man. Er kann mehr intelligenten Witz in einem Satz unterbringen als andere in einem kompletten Programm. Er spielt auf der Bühne mit seinen Texten, und er weiß, wie man mit dem Publikum spielt." Der Prix Pantheon-Publikumspreis "Beklatscht und Ausgebuht" wurde vom Pantheon-Publikum ermittelt und geht an den am 1976 in Troisdorf geborenen Sebastian Pufpaff. Dieser begeisterte mit einem scharfzüngigen, hintersinnigen und politisch herrlich unkorrektem Auftritt. Der studierte Politikwissenschaftler und Staatsrechtler, der selbst sagt "Mein Parteibuch ist der Kabarettismus - Intelektuell zuschlagen und verschwinden, das hinterlassene Vakuum muss der Demokrat füllen" ist seit 2008 auch im Trio "Bundeskabarett" in der Republik unterwegs.
Der bereits im Vorfeld durch die Jury gewählte Sonderpreis in der Kategorie "Reif und Bekloppt" geht im Rahmen der Prix Pantheon-Gala am 15.6. im Bonner Brückenforum an den Kabarettisten Georg Schramm. Dort wird dann auch der Preisträger in der 4. Prix Pantheon-Preiskategorie "TV-Publikumspreis" bekanntgegeben. Dieser TV-Preis wird über die Stimmen der Zuschauer im Zusammenhang mit den TV- Ausstrahlungen des Prix Pantheon im WDR-Fernsehen ermittelt. Alle 12 im Vorfeld nominierten Kandidaten des Prix Pantheon 2010 haben also die Chance auf einen weiteren Preis. Eine Stimmabgabe für den TV-Publikumspreis ist ab 16.05. möglich unter: www.wdr.de/comedy.
Links: Sebastian 23 CDs, Sebastian Pufpaff, Georg Schramm Bücher und CDs, Prix Pantheon, Abstimmung für den Prix Pantheon TV-Publikumspreis
 
Alfred Dorfer Dorfers Donnerstalk nur noch 2010
Alfred Dorfer will nach sieben Jahren "Dorfers Donnerstalk" mindestens ein Jahr pausieren.

Wien (A). Der Wiener "Kurier" berichtete: "Bis Ende 2010 wird Alfred Dorfer noch donnerstalken. Dann ist (vorläufig) Schluss mit lustig: 2011 möchte der Kabarettist seinen "Donnerstalk" in eine zumindest einjährige Pause schicken. "Nach sieben Jahren meine ich, dass eine Pause angesagt ist - von meiner Seite aus", so Dorfer im KURIER-Gespräch, "danach können sich beide Seiten überlegen, ob es die Sendung in dieser oder anderer Art im ORF wieder geben soll". Er selbst könne es sich vorstellen, sagt Dorfer, die Entscheidung werde aber die dann amtierende ORF -Führung (gewählt wird 2011) treffen. Gegenüber der jetzigen hegt er jedenfalls keinerlei Groll."
Die Meldung des "Kurier" ist leider nicht mehr online.
Links: Alfred Dorfer Bücher, CDs und DVDs
 
Alf Poier Premierenbericht Alf Poier
...und Veranstaltungsbericht Thomas Schreckenberger.

Wien (A), Windischeschenbach. Der österreichische Kurier berichtete über die Premiere von Alf Poiers neuer Musikshow "This isn't it": "Beides probiert, kein Vergleich: Der Sound bei Alf Poier ist besser als kürzlich bei Kevin Costner. Und der Spaß viel größer. Die Rabiatperle unter den Kleinkünstlern feierte sein 15-jähriges Bühnenjubiläum im Orpheum mit keinem neuen Kabarett-Programm, sondern mit einem Musik-Cocktail: "This Isn't It" - eine Anspielung auf Michael Jackson gotthabihn selig - ist mit schrägen Liedern irgendwo zwischen Hallucination Company, Erste Allgemeine Verunsicherung, Schlagerschnulze und Rammstein angesiedelt... Die dritte Zugabe - ein starker Schluss - ist Poiers Lieblingslied und Credo: 'Wenn ich wieder auf die Welt komm', möcht ich wieder der Kasperl sein.'"
Die Meldung des "Kurier" ist leider nicht mehr online.
"Der neue Tag" berichtet über das neue Programm von Thomas Schreckenberger: "'Wir haben uns verdient' lautet der Titel. Ein satirisch-unterhaltsamer, bisweilen hintergründiger, in jedem Fall ungemein umfang- und pointenreicher Parforceritt durch die deutsche Befindlichkeit. Frech, flott, in bester Stand-up-Comedy-Manier. Damit hat Schreckenberger das Rad nicht neu erfunden. Das haben schon andere vor ihm getan. Doch zum einen bleibt Schreckenberger dabei angenehm klamaukfrei, zum anderen holt er wie kein Zweiter die fragwürdigen Helden unserer Zeit lebensnah auf die Bühne... Ein unterhaltsamer Kabarettabend mit origineller Zugabe."
Links: Alf Poier CD, Thomas Schreckenberger, Bericht über Schreckenbergers neues Programm
 
Lukas Resetarits "Ich wär‘ der, den beide Seiten hauen"
Interviews mit Lukas Resetarits, Oliver Polak, Serdar Somuncu und Django Asül.

Linz (A), Berlin, Hamburg. Am 27.04. startete im Österreichischen Fernsehen ORF eine fünfteilige Mini-Serie "FC Rückpass". Aus diesem Anlass sprach er mit den Oberösterreichischen Nachrichten über Fussball, Fussballtrainer und seine Tv-Serie "FC Rückpass", in der er einen Fussballtrainer spielt. Unter anderem begründete er, warum er kein Schiedsrichter sein will: "Ich wär‘ der, den beide Seiten hauen".
Oliver Polak und Serdar Somuncu - "die schärfsten Komiker des Landes" (Welt) - sprachen mit der "Welt" über ihren Humor, über Tabus, Bombendrohungen, die Trägheit der deutschen Fernseh-Comedy und was sie an ihren Kollegen stört: "Wir machen die Witze, wir kriegen den Ärger dafür und andere bekommen die Preise", sagte Serdar Somuncu.
Und Django Asül erzählte der "Zeit", wie er nach seiner Ausbildung zum Kabarett kam: "Och, ich probier das jetzt mal".
Links: Lukas Resetarits Bücher & CDs, Oliver Polak, Serdar Somuncu Bücher und CDs, Django Asül Bücher & CDs, Interview mit Resetarits, Interview mit Polak und Somuncu, Interview mit Asül
 
Deutsches Kabarettarchiv Reinhart Hippen gestorben
Er war der Gründer des Deutschen Kabarett-Archivs.

Mainz. Der Gründer des Deutschen Kabarettarchivs in Mainz, Reinhard Hippen, ist tot. Hippen sei am 25.04. im Alter von 68 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben, sagte der Leiter des Archivs, Jürgen Kessler.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) würdigte Hippen als engagierten Sammler und Chronisten des Kabaretts, der im deutschsprachigen Raum große Anerkennung erfahren habe. Hippen habe das kulturelle Leben in Rheinland-Pfalz fast 50 Jahre lang bereichert. Hippen hatte das Kabarettarchiv 1961 als Privatsammlung begründet, die 1989 an die Stadt Mainz überging, zunächst als unselbstständige Stiftung. Mittlerweile wird die Stiftung Deutsches Kabarett-Archiv von der Stadt Mainz und dem Land Rheinland-Pfalz getragen und vom Bund gefördert. Sie umfasst mehr als 80 künstlerisch-dokumentarische Nachlässe sowie Materialien zu über 80 000 Namen aus der Geschichte des Kabaretts. Das Archiv steht allen Besuchern offen.
Links: Deutsches Kabarettarchiv
 
Nils Heinrich Nils Heinrich ist "Das Schwarze Schaf"
Joachim Zawischa erreichte Platz 2, Michael Sens wurde Dritter.

Duisburg. Der Wettbewerb "Das Schwarze Schaf" ist entschieden: Nils Heinrich aus Stuttgart überzeugte beim großen Finale des Niederrheinischen Kabarettpreises in Duisburg Publikum, Jury und Hauptjuror Harald Schmidt. "Sein Auftritt war frech, witzig, gekonnt - einfach rundum gelungen", sagte Harald Schmidt der Presse. Joachim Zawischa aus Jesteburg erreichte den zweiten Platz, "unter anderem für seinen Vorschlag, Politiker nach Sternzeichen zu wählen ('die Polen haben das ja mal mit Zwillingen versucht')", berichtete die Rheinische Post. Michael Sens aus Wandlitz bei Berlin erhielt den dritten Preis, "weil er so gut Klavier spielen kann" (RP).
Links: Nils Heinrich CDs, Joachim Zawischa, Michael Sens CDs, Infos über "Das schwarze Schaf" 2010, Bericht der Rheinischen Post über die Preisträger
 
Erstes Deutsches Zwangsensemble "Unwiderstehlich!"
Spaß mit dem "Ersten Deutschen Zwangsensemble": Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber in Nürnberg.

Nürnberg. Die Nürnberger Nachrichten berichteten vom Nürnberger Auftritt des "Ersten Deutschen Zwangsensembles": "Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber sind die Kabarett-Boygroup 'Erstes Deutsches Zwangsensemble'. Auf ihrer 'Letzten Tour' machten sie ihre Späße im zwei Mal ausverkauften Burgtheater... Doch das Dreierpack gibt Entwarnung: Angesichts der Überalterung des Kabarett-Publikums verkündet es: 'Letzte Tour heißt nicht, dass *wir* Abschied nehmen!' Da kann nicht jeder drüber lachen.
Über den Rest allerdings schon... Denn was Claus von Wagner, Philipp Weber und Mathias Tretter, alle erfolgreich solo unterwegs, bieten, bewegt sich weit über dem Niveau pseudolustiger Comedy-Cowboys. Das Trio ist spritzig, kurzweilig und respektlos. Ein Hoch auf die Renaissance des Sketches! Immer dann, wenn die drei Nachwuchskabarettisten (eine der wenigen Branchen, in denen man mit über 30 noch als Küken gilt), sich verkleiden und Perücken aufsetzen, wird’s extrem vergnüglich. Auch, wenn die Hosen runtergelassen werden: Man wird Zeuge einer Toiletten-Szene im Bundestag, bei der virtuos der Zusammenhang zwischen der Qualität des Klopapiers (einlagig, rau, mit Blümchen...) und der jeweils amtierenden Regierung hergestellt wird. Beim Vereinstreffen der Buddhisten in Obereichelbach tönen dagegen die Klangschalen 'ein tief empfundenes Shanti'...
Tretter, von Wagner und Weber sezieren messerscharf... Dabei entsteht kein oberflächlicher Trampelpfad, es wird vielmehr eine satirische, wortgewaltige Schneise durch all jene Themengebiete geschlagen, in denen es besonders viel abzuholzen gibt. Und dazwischen treiben die lustigen Burschen auch mal schonungslosen Schabernack. Unwiderstehlich!"
Links: Erstes Deutsches Zwangsensemble, Mathias Tretter Bücher und CDs, Claus von Wagner Bücher und CDs, Philipp Weber Bücher und CDs, Bericht der NN über das Erste Deutsche Zwangsensemble
 
Neue Polit-Satire mit Lothar Bölck (Bild) und Michael Frowin Neue MDR-Polit-Satire mit Bölck und Frowin
"Kanzleramt Pforte D" - alle 3 Monate ab 07.05.

Leipzig. Am 30.04. wird die erste Sendung der neuen MDR-Polit-Satire-Reihe aufgezeichnet - am 07.05. um 21 Uhr wird sie dann gesendet: "Kanzleramt Pforte D" mit Lothar Bölck und Michael Frowin. Ab der zweiten Sendung soll live gesendet werden. Aus der Info des mdr: "Kanzleramt. Seiteneingang. Pforte D. Der alt gediente Pförtner (Lothar Bölck) und der jungdynamisch aufstrebende, persönliche Kanzlerfahrer (Michael Frowin) wissen Bescheid. Alles von Rang und Namen muss an ihnen vorbei - nicht einmal die Kanzlerin selbst benutzt den Haupteingang. Was sie sehen und erleben, bietet ihnen genug Reibungsfläche für Reflektion und Gezänk. Wie sieht der normale Angestellte in der Politik die Politik selbst? Auch wenn es da fast nichts zu Lachen gibt, zum Lachen ist das alles schon..." In der ersten Sendung sind Reiner Kröhnert, Lisa Fitz und Marc-Uwe Kling zu Gast. Der Pförtner wird in dieser Sendung auch zu entscheiden haben, ob er eine Visagistin zur Kanzlerin hinauf lässt. Das nationale Reizthema Schönheitswahn werde in diesem Zusammenhang auch eine Rolle spielen. Doch sei die Kanzlerin in diesem Punkte "völlig unverdächtig", sagt Bölck - um etwaigen Missverständnissen gleich mal ganz entschieden vorzubeugen.
Links: Lothar Bölck, Michael Frowin
 
Badesalz Premierenbericht Badesalz
Bericht von der Premiere des neuen Badesalz-Programms "Bindannda" am 20.04. in Dreieich.

Dreieich. Die Gießener Allgemeine berichtete über die Premiere des neuen Badesalz-Programms: "'Bindannda!' Fernab von Zivilisation und Handy-Netz, ist Peter Lembach abgestürzt. In dieser Einsamkeit trifft Lembach auf den sonderbaren Noah. Zunächst fremdeln die zwei Männer ein wenig, doch sie kommen sich näher, erzählen voneinander und lauschen bei trauter Lagerfeuer-Atmosphäre gegenseitig ihren Geschichten und ersinnen dabei allerhand abgedrehte Ideen... Peter und Noah werden zu Duzfreunden, spielen miteinander und hecken den Plan aus, eine Kiste zusammenzupacken mit allerhand Kulturellem - mit Liedern, einer Vorabendserie, etwas Hypnose und ein wenig Kabarett. Dabei führen sich die beiden gegenseitig immer wieder auf den Holzweg, sodass man nach dem kuriosen Ende der über 90 berauschenden Minuten, gar nicht so genau weiß, wer von den beiden Protagonisten nun eigentlich wen an der Nase herumgeführt hat... Die beiden 'Schnellschwätzer' duellieren sich mit Worten und nehmen dabei das berüchtigte 'Habe-Sie-gebrauchte-Firmewage'-Tempo auf... Die Gags sitzen perfekt, die auch aktuelle Themen und Namen wie Raab, Mixa oder Westerwelle treffen. Seine Spitzen erreicht das Programm, wenn die beiden Künstler 'Mensch ärgere dich nicht', Mikado oder Bowling spielen - virtuell versteht sich. Wer hat im Wald schon Würfelbecher oder Bowlingkugeln griffbereit? Auch die Szenen, in denen Lembach (Nachtsheim) den skurrilen Plot einer selbst geschriebenen Vorabendserie beschreibt, der sich an alten Hits von Udo Jürgens entlanghangelt, und er diese musikalisch und tänzerisch untermalt, lassen die Zuschauer jubeln... Das typische 'Badesalz'-Rollenspiel funktioniert auch bei diesem neuen Comedy-Theaterstück bestens. Brillant sind die beiden Komiker an diesem Abend aber auch als Musiker: Knebel begeistert an der Gitarre, Nachtsheims Saxofon-Solo hat große Qualität, gesanglich gefallen beide gleichermaßen gut, die Texte ihrer Lieder treffen ohnehin punktgenau..."
Links: Badesalz Bücher & CDs, Premierenbericht der Giessener Allgemeine
 
Wolfgang Schaller wurde 70 Wolfgang Schaller wird 70
...am 20.04. - gleichzeitig feiert er Premiere mit "Morgen war's schöner" sowie 40 Jahre Herkuleskeule-Jubiläum.

Dresden. Am 20.04.1940 wurde Wolfgang Schaller, der heutige Chef des Dresdner Kabaretts Herkuleskeule, in Breslau geboren. Zum Kabarett fand er schon als Jugendlicher, denn es war für ihn "eine Möglichkeit kritische Texte auf die Bühne zu bringen und zu provozieren". Aus der heutigen Sicht sagt der 69-Jährige: "Das Kabarett hat mir einen Psychiater erspart, weil ich mir das, was mir an diesem vormundschaftlichen Staat zuwider war, von der Seele schreiben konnte." Die Mitteldeutsche Zeitung berichtete: "Seit 1970 war er zunächst als Dramaturg, Autor und kommissarischer Leiter des Kabaretts bei der Herkuleskeule beschäftigt, später wurde er künstlerischer Leiter, seit 1997 ist er Intendant. Im vergangenen Jahr wurde Schaller dafür mit einem 'Stern der Satire' auf dem Mainzer 'Walk of Fame' des Kabaretts gewürdigt. Er habe den Stil des sich 'zum mutigsten und modernsten Kabarett der DDR entwickelnden Ensembles' geprägt, hieß es in der Laudatio... Geändert hat sich in 40 Jahren viel, nur eines ist geblieben: 'Ich habe immer die Zensur im Kopf.' Zu DDR-Zeiten sei es die Frage gewesen, wie er seine 'auf Papier formulierte Wut' auf die Bühne bringen konnte, ohne verboten zu werden. Heute sei es eine ökonomische Zensur, sagt er: Finanziell überleben könne das Ensemble nur mit ausverkauften Vorstellungen. Schaller sagt: 'Wenn wir eines Tages nur noch Stücke machen können unter dem Diktat der Ökonomie, dann möchte ich hier nicht mehr arbeiten.' Statt seinen Geburtstag öffentlich zu feiern, wäre er lieber auf eine einsame Insel geflogen, sagt Schaller. Aber schließlich gibt es das Jubiläumsprogramm 'Morgen war´s schöner', dass am 20.04. Premiere hat und bei dem das ganze Ensemble auf der Bühne steht. Das ist zugleich das Geburtstagsgeschenk seines Ensembles an ihn."
Der Deutschlandfunk sendet am 21.04. um 21.05 Uhr ein Porträt von Wolfgang Schaller.
Links: Herkuleskeule, Die Mitteldeutsche Zeitung über Wolfgang Schallers 70. Geburtstag, Wolfgang Schaller-Porträt der Herkuleskeule
 
Gerhard Polt "Ich bin akut, nicht aktuell"
Ein Gespräch der Braunschweiger Zeitung mit Gerhard Polt.

Braunschweig. Gerhard Polt sprach mit der Braunschweiger Zeitung über seine Zusammenarbeit mit der Biermösl Blosn, über sein Verhältnis zur katholischen Kirche und über die Krise in der bayrischen Politik: "Ach, die spiegelt sich in ihrer Tagesaktualität bei mir kaum wieder. Ich sage ja immer: Ich bin akut, nicht aktuell. Und so wichtig ist das alles ja auch nicht..." Aber Edmund Stoiber vermisst er doch: "Der hatte in seinen Reden ja geradezu eine literarische Vorreiter-Funktion. Die Blosn haben da ein paar gute Stücke drüber gemacht. Ich finde, der Stoiber ist von Wilhelm Busch vorempfunden worden: In Figuren wie Lehrer Lämpel oder Schneider Böck."
Lesen Sie das komplette Gespräch der Braunschweiger Zeitung mit Gerhard Polt - siehe Link.
Links: Gerhard Polt Bücher und CDs, Gespräch der Braunschweiger Zeitung mit Gerhard Polt
 
Horst Schroth im Mai in Belgrad "7. Belgrader Kabarettabend"
...am 21. Mai mit Horst Schroth. - Hubert Burghardt im Juni bei SPD Brüssel zu Gast.

Belgrad, Brüssel. Auf Einladung des Deutschen Botschafters Wolfram Maas wird Horst Schroth mit seinem Programm "Wenn Frauen fragen" in der serbischen Hauptstadt gastieren. Wenn Frauen fragen, dann ziehen viele Männer nicht nur den Kopf ein. Viele Männer – aber nicht Horst Schroth. Nach "Herrenabend" und "Katerfrühstück" wurde er geradezu bombardiert mit Zuschriften, Briefen, Postkarten, Mails und Fragen, Fragen, Fragen... "Wenn Frauen fragen" – ein krachendes Déjà-vu mit den beliebtesten Szenen aus den legendären letzten Programmen von Horst Schroth, dem Großmeister des Gesellschaftskabaretts. Die Veranstaltung findet am 21.05. um 20.30 Uhr im Porsche-Zentrum Ada Belgrad, Radnicka 4, Belgrad. Der Belgrader Kabarettabend - im Mai 2007 gegründet - ist inzwischen eine feste Größe in der deutschen Kabarettszene. Zweimal im Jahr treten bekannte Kabarettisten aus Deutschland in Belgrad mit ihren aktuellen Programm auf. Neben den zahlreichen dort lebenden Deutschen, Österreichern und Schweizern gehört auch eine stetig wachsende Anzahl von deutschsprachigen Serben zum Publikum. Bisher traten u.a. Django Asül, Andreas Rebers, Dieter Nuhr und Urban Priol dort auf. Im Oktober wird Bodo Wartke in der serbischen Hauptstadt erwartet.
Die SPD Brüssel lädt am 09.06. zu einer Veranstaltung mit Hubert Burghardt ein - hier ist der Eintritt allerdings kostenpflichtig.
Links: Horst Schroth CDs, Hubert Burghardt Bücher und CDs, Infos zum Belgrader Kabarettabend
 
nürnberger burgtheater burgtheater feierte Geburtstag
25 Jahre nürnberger burgtheater - Kabarett-Gala mit Nessi Tausendschön, Arnulf Rating, Andreas Giebel, Jochen Malmsheimer und dem Duo Marco Tschirpke und Sebastian Krämer.

Nürnberg. Die Nürnberger Nachrichten berichteten von der Jubiläums-Gala des nürnberger burgtheaters: "Eine Kabarett-Gala zum Geburtstag: Das Nürnberger Burgtheater feierte sein 25-jähriges Bestehen in der Tafelhalle mit seinen Lieblingsgästen und einem begeisterten Publikum. Aus der großen Menge der Kleinkünstler, die seit 1984 in dem winzigen Nürnberger Altstadt-Theater mit der niedrigen Decke und der engen Bestuhlung aufgetreten sind, hat das Team um Managerin Ulrike Mendlik eine Handvoll für die (etwas verspätete) Geburtstagsgala ausgewählt. 'Das sind schlichtweg unsere Favoriten. Und wir wollten damit die Vielfalt der Kabarett-Landschaft abdecken', erklärt Mendlik beim Après-Programm an der Tafelhallen-Bar. Sie selbst und ihr ehrenamtliches Team hatten sich an dem Abend, bei dem auch Oberbürgermeister Ulrich Maly zu Gast war, vornehm zurückgehalten: Keine hochoffiziellen Reden, keine Laudationes, keine Selbstbeweihräucherung, stattdessen Kabarett Schlag auf Schlag. Und auch Arnulf Rating, der als einziger Vertreter des politischen Kabaretts durchs Programm führt, macht es mit seinem Lob kurz: 'Das Burgtheater hat die Geschichte Nürnbergs verändert. Es hat mehr Kabarettpreise vergeben, als Parteitage der Nazis hier stattgefunden haben.' Stimmt: 19 Mal hat der rührige Verein die Auszeichnung mit dem selbstbewusst gewählten Namen 'Deutscher Kabarettpreis' bereits verliehen. Priol, Pispers, 'Pelzig' und wie die Großen der Szene alle heißen, sind Preisträger und dem Haus über Jahre verbunden...
Bewährt hat sich an dem Abend ein kurzweiliges Konzept, das man auch für die Verleihung des Kabarettpreises andenken könnte: Jeder Künstler tritt zweimal auf, mit Beiträgen von jeweils nur etwa einer guten Viertelstunde. Nachzuhören ist das bunte Geburtstagsprogramm im Radio-Mitschnitt, der am 16.04. (14.05-15 Uhr) auf Bayern2 gesendet wird, wiederholt wird die Sendung am 17.04. um 20.05 Uhr."
Links: Nessi Tausendschön Bücher und CDs, Arnulf Rating Bücher und CDs, Andreas Giebel Bücher und CDs, Jochen Malmsheimer Bücher und CDs, Marco Tschirpke Bücher und CDs, Sebastian Krämer Bücher und CDs, Bericht der Nürnberger Nachrichten über die Jubiläums-Gala
 
Stern der Satire Satire-Stern für Klaus Staeck
Er bekommt den 65. Stern auf dem "Walk of Fame des Kabaretts".

Mainz. Am 12.04. wurde in Mainz Klaus Staeck mit einem "Stern der Satire" geehrt. Aus der Laudatio: "Klaus Staeck ist einer der bedeutendsten politischen Grafiker und satirischen Plakatkünstler in der Bundesrepublik. Mit seinem dialektischen Witz und seiner meistens feinen, manchmal auch herben Ironie ist es ihm immer wieder gelungen, der Politik den Spiegel vorzuhalten... Klaus Staeck hat in seiner langen Karriere immer wieder für die Demokratisierung der Kunst gekämpft. Er polarisierte und trat für seine Überzeugungen ein“. Der Stern Staecks ist der 65. auf dem "Walk of Fame des Kabaretts“, Stifter der Ehrung ist diesmal Michael Sommer, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).
Links: Sterne der Satire
 
Goldener Rottweiler für Joachim Zawischa Goldener Rottweiler für Joachim Zawischa
Zawischa bekam den Jurypreis, Frank Fischer den Publikumspreis.

Rottweil. Ende März wurde der Kabarettpreis "Goldener Rottweiler" vergeben: Joachim Zawischa überzeugte die Jury im Zimmertheater mit seinem Kurzprogramm. Der Comedian Frank Fischer sicherte sich den Publikumspreis. Der "Schwarzwälder Bote" berichtete über den Wettbewerb: "Joachim Zawischa ging offensiv zur Sache. Dicht komponierte er Motive aus der deutsch-deutschen Vergangenheit, dem Wirken des politischen Personals und gesellschaftlicher Prozesse zu einem detailreichen Bild, mit fast philosophischen Betrachtungen, in das er bruchlos und bewundernswert sicher Politikerparodien einflocht. Sein Chanson 'Karneval im Bundestag' wurde zu einem der Höhepunkte des Abends... Frank Fischer schließlich beschloss den Abend mit großer Präsenz und überraschend feiner Alltags-Sprachforschung, die ihm Material genug für eine gelungene Gesellschaftsbetrachtung bot."
Links: Joachim Zawischa, Frank Fischer, Bericht des Schwarzwälder Boten über den Wettbewerb
 
Bernd Kohlhepp alias "Es sollte nicht allzu drollig wirken"
Bernd Kohlhepp sprach mit den Stuttgarter Nachrichten u.a. über seine CD mit Schiller-Balladen auf Schwäbisch.

Tübingen. Die Stuttgarter Nachrichten berichteten: "Kabarettist Bernd Kohlhepp ist fleißig: Eine CD mit Schiller-Balladen auf Schwäbisch hat er 2009 aufgenommen, in Nashville ein Album mit Country-Musikern, mit der SWR-Big-Band ein weiteres mit Swingaufnahmen... Kommen wir auf Schiller zu sprechen: Haben Sie die Balladen verändert?" Kohlhepp: "Überhaupt nicht, das war das oberste Gebot: Schwäbeln ja, aber das Pathos und der Ernst müssen erhalten bleiben. Es sollte nicht allzu drollig wirken, wobei sich dies natürlich nicht ganz vermeiden lässt... Ich habe mir während der Aufnahmen immer wieder überlegt, wie das geklungen haben mag, das Näselnde und die hohe Stimme zugleich, wobei ich nie angestrebt habe, Schiller-Imitator zu werden. Ich wollte das halt mal machen. Der Vorteil war, dass ich dazu niemand fragen musste nach Rechten oder anderen Mitwirkenden. Nur Schiller habe ich quasi gefragt, und der hat zugestimmt." Lesen Sie das komplette Gespräch bei den Stuttgarter Nachrichten.
Links: Bernd Kohlhepp CDs, Das Gespräch der Stuttgarter Zeitung mit Bernd Kohlhepp, CD "Wer Wagt Es... - Bernd Kohlhepp Liest Schiller in Orginalsprache"
 
Rüdiger Hoffmann "Privat kann ich auch schneller"
Interview mit Rüdiger Hoffmann

Reutlingen. In einem Interview mit dem Reutlinger General-Anzeiger sprach Rüdiger Hoffmann über den deutschen Spießer in sich, die Kunst der Langsamkeit und wie er entdeckte, dass Langsamkeit ein Erfolgsrezept für einen Komiker sein kann: "Ich glaube, es liegt auch an meiner Herkunft. Als Ostwestfale ist man ja schon eher so, dass man langsamer spricht und nicht viele Wörter benutzt..." "Das ist das Eine. Das Andere ist: Ich sehe mich als Geschichtenerzähler. Und dabei habe ich gemerkt, wenn man gewisse Pausen lässt, dann entstehen die Bilder in den Köpfen der Zuschauer. Ich könnte das alles viel schneller erzählen, aber ich habe gemerkt, die Geschichten, die ich erzähle, brauchen genau dieses Timing. Abgesehen davon finde ich auch, wenn man Pausen halten kann, dann entstehen ganz tolle Sachen im Publikum. Die spannenden Momente sind genau die, in denen man nichts sagt!" Lesen Sie das vollständige Interview im Reutlinger General-Anzeiger.
Links: Rüdiger Hoffmann Bücher & CDs, Rüdiger Hoffmann - das gesamte Interview
 
Thomas Maurer Thomas Maurer als Drehbuchautor
Er schrieb die Vorlage für den Film "Wie man leben soll". Zur Besetzung zählen u.a. Josef Hader und Lukas Resetarits.

Wien (A). Regisseur David Schalko und Kabarettist Thomas Maurer haben aus Thomas Glavinics Roman "Wie man leben soll" ein Drehbuch gemacht. Nun wird an vielen Orten in Wien und Stuttgart gedreht. 2011 soll der Film in die Kinos kommen. "Wie man leben soll" erzählt im Stil von Ratgeber-Büchern das Erwachsenwerden von Charlie Kolostrum – ein dicker und vor allem äußerst passiver Anti-Held. "Der Herr Lehmann war dagegen Indiana Jones", findet Regisseur Schalko. Nach einem Jahr Suche hat das Filmteam für die Rolle den deutschen Schauspieler Axel Ranisch gefunden, laut David Schalko "eine sehr große Entdeckung". Für die Realisierung des Films ist ein Budget von rund 2,7 Millionen Euro geplant. Die Besetzungsliste enthält viele bekannte Namen: Robert Stadlober, Bibiane Zeller, Josef Hader, Detlev Buck und Lukas Resetarits. Buchautor Glavinic ist "fast erschlagen" von der Liste und befürchtet: "Ich habe gewisse Bedenken, dass der Film viel besser wird als das Buch." Kabarettist und Drehbuchautor Thomas Maurer über die Unterschiede zwischen Buchvorlage und Drehbuch: "Was Situationskomik hat, kann man eins zu eins übernehmen. Von den Dingen, die aus der sprachlichen Brechung entstehen, sind auch ein paar drin, weil es ja einen Off-Sprecher gibt. Aber den kann man natürlich nicht 90 Minuten durchquatschen lassen. Wir haben ein paar Figuren zusammengelegt, ein paar Situationen verändert und manche neu erfunden." Und wie soll man nun leben, Herr Maurer? - "Lang." - Lesen Sie mehr bei Wienweb.at.
Links: Thomas Maurer Bücher und CDs, Josef Hader Bücher und CDs, Lukas Resetarits Bücher & CDs, Der Bericht zum Film von wienweb.at, Das Interview mit Thomas Maurer von wienweb.at
 
Bruno Jonas - Fotograf: Agentur R. Seelos 3. Lissabonner Kabarettabend
...am 28. Mai mit Bruno Jonas.

Lissabon. Auf Einladung des Deutschen Botschafters Helmut Elfenkämper wird Bruno Jonas am 28.05. in Lissabon sein aktuelles Stück "Bis hierher und weiter" aufführen. Der "Lissabonner Kabarettabend" startete im vergangenen Jahr mit Auftritten von Andreas Rebers und Dieter Nuhr und ist inzwischen - wie auch der "Belgrader Kabarettabend" in Belgrad - eine feste Größe für die deutsche Kabarettszene. Es handelt sich hierbei um eine Gemeinschaftsveranstaltung der Deutschen Botschaft, des Goethe-Insitutes und der Deutschen Schule Lissabon.
Der Eintritt ist traditionell frei.
Neben zahlreichen deutschen Unternehmen wird der "Lissabonner Kabarettabend" in diesem Jahr erstmalig auch vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert. Informationen zur Veranstaltung und Kartenreservierung finden Sie auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Lissabon (siehe unten).
Links: Bruno Jonas Bücher und CDs, Deutsche Botschaft Lissabon
 
Renitenztheater Festivals im April
Frauenkabarett-Tage, Kabarett Tage Ingolstadt, Internationales Kleinkunstfestival Regensburg, Kabarettfrühling Wiener Neustadt, Kabarettfest Hamburg, Deutsch-Türkische Theaterwoche Stuttgart, Stuttgarter Kabarettfestival

Nürnberg, Ingolstadt, Regensburg, Wiener Neustadt(A), Hamburg, Stuttgart.
16.01. - 10.04.: Frauenkabarett-Tage im Loni-Übler-Haus Nürnberg
28.01. - 27.04.: 26. Kabarett Tage in Ingolstadt
06.03. - 09.04.: 15. Internationales Kleinkunstfestival United Comedy (Regensburg)
10.03. - 27.05.: 13. Kleinkunstfestival "Kabarettfrühling" (Wiener Neustadt)
15.03. - 03.04.: 16. Hamburger Kabarettfest
26.03. - 06.04.: 6. Deutsch-Türkische Theaterwoche im Stuttgarter Renitenztheater
16.04. - 26.04.: 18. Stuttgarter Kabarettfestival
Links: Frauenkabarett-Tage Nürnberg, Kabarett Tage Ingolstadt, Internationales Kleinkunstfestival United Comedy, Kabarettfrühling, Hamburger Kabarettfest, Deutsch-Türkische Theaterwoche, Stuttgarter Kabarettfestival